• Mi. Feb 8th, 2023

Das Denunziat

Trauer, Kunst und Humor, dazu gepflegte Analbrötchen und Kackrobatik aus dem Kloster zum guten Tropfen. Wir kümmern uns um Sie!

Geändert und gegendert

VonH_Dr-Denunzius-2022

Mai 6, 2022

Früher war alles einfacher, da waren Knaben Knaben und Mädchen Mädchen. Die konnte man gut auseinanderhalten, auch in der Grundschule. Zwitter und Unentschlossene gab es wohl auch, aber die durften nicht raus ans Tageslicht.

Heute kann geschlechtlich jeder so ziemlich alles sein, denn mit der Globalisierung hat sich auch das Supermarktprinzip durchgesetzt. Kein Bock auf die Tage – dann werd‘ ich eben ein Bub. Kein Bock auf die tägliche Morgenlatte – ein paar Hormone und ich bin ein Girlie. Mit der Hackfresse keine Chance bei den Jungs – lesbisch macht eh mehr her. Die Weiber wollen dich nicht ranlassen und nerven – kein Problem, schwul ist cool. Heiraten geht in jeder Kombi, Kinder kann man sich auch besorgen.

Mit Gendersternchen und Unterstrich ist plötzlich jeder gemeint, keiner muss sich ausgegrenzt fühlen, auch wenn er als sie mit Männerklamotten wie ausgekotzt aussehend reihenweise Brechreiz auslöst. Oder wenn sie als er herumstolziert und sich über die wundersam hohe Inzidenz von Sprühstuhl im Bekanntenkreis wundert.

Was bleibt, ist die Verwirrung. Wie soll man sie/ihn/es ansprechen; welche Anrede gilt für Transsexuelle? Darf man einer unten (!) dunkelhaarigen Lesbiererin ein kühles Blondes anbieten? Darf die gemeinsame Einrichtung eines Kachelraumes im ehelichen Heim noch ein Tabuthema im Baumarkt sein?

Zum Glück reduzieren öffentliche Toiletten die überbordende Komplexität. Mann / frau / trans muss sich für eine der Türen entscheiden und ein Bekenntnis ablegen, Butter bei die Fische tun. Daraufhin begibt sich folgendes Geschehnis:

Vor dem Klo steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein/e Mann / Frau / Trans vom Lande und bittet um Eintritt in das Abort. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm / ihr jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Mann / Frau / Trans überlegt und fragt dann, ob er / sie / es also später werde eintreten dürfen. »Es ist möglich«, sagt der Türhüter, »jetzt aber nicht.« Da das Tor zum Klo offensteht wie immer und der Türhüter beiseite tritt, bückt sich der / die / das Mann / Frau / Trans, um durch das Tor in das Innere zu sehn. Als der Türhüter das merkt, lacht er und sagt: »Wenn es dich so lockt, versuche es doch, trotz meines Verbotes hineinzugehn. Merke aber: Ich bin mächtig. Und ich bin nur der unterste Türhüter. Von Saal zu Saal stehn aber Türhüter, einer mächtiger als der andere. Schon den Anblick des dritten kann nicht einmal ich mehr ertragen.« usw.

Passend zum Thema…

Tiere wurden bisher noch nicht berücksichtigt. Wir lehnen jede Form des Speziezismus ab!